
Jürgen Klaus Liminski war Journalist, Publizist, Autor und vor allem Familienvater.
Jürgen Klaus Liminski, Dipl.info., Dipl.pol., Jahrgang 1950, geb. in Memmingen / Deutschland, studierte nach Abitur (1969) und Wehrdienst Journalismus / Informationswissenschaften (Diplom und Lizentiat) an der Universität von Navarra in Spanien (1970-1974) sowie Geschichte und Politische Wissenschaften (Diplom) in Freiburg und Straßburg (1974 – 1976). Das Ehepaar Martine (geb. Le Noxaic) und Jürgen Liminski hat 10 Kinder im Alter von 49 bis 30 Jahren und mittlerweile auch 21 Enkelkinder.
Danke lieber Jürgen!
Kondolenzbuch
Wir freuen uns sehr, dass wir den vielen Freunden meines Mannes bzw. unseres Vaters die Möglichkeit geben können, sich von ihm zu verabschieden und ein paar tröstende Worte mit auf den Weg geben zu können.

Liebe Martine!
Der Verlust Deines Mannes muss unfassbar schwer sein. Ich bin dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, ihn und euch kennenzulernen!
Ich bin als junger Bursche aus dem Frankenland 2013 erst frisch nach Köln gekommen und wurde von der großen, weiten Welt regelrecht erschlagen. Gemeinsame Freunde haben uns einander vorgestellt. Wir waren gemeinsam Essen und ich war so schüchtern, dass ich kaum einen vernünftigen Satz herausbrachte. Ihr beide habt mir die Scheu genommen. Ich wollte "was mit Medien machen", wollte katholischen Journalismus betreiben, doch da waren so viele Unsicherheiten und Befürchtungen. Ihr beide habt nur aufmunternd geschmunzelt und erzählt, wie das damals so war, als Jürgen mit seinen Artikeln Land auf und Land ab hausieren gehen musste, um irgendwie die Kohle reinzukriegen für seine wachsende Familie. Du, Martine, hast alles mitgetragen und bis deinem Mann beigestanden, hast ihm immer den Rücken freigehalten. Das hat mich total beeindruckt!
Ebenfalls war ich sehr fasziniert davon, dass Ihr beide mich vom ersten Anblick an auf Augenhöhe behandelt habt! Ich mit meinen Anfang 20 und meiner (nach anfänglicher Schüchternheit) großen Klappe dachte bald, ich hätte den Bogen raus. Ich bin Euch heute noch dankbar, wie Ihr mir ganz geduldig erklärt habt, wie so ein Journalistenleben ablaufen kann. Und: Dass ich es schaffen kann.
Immer wieder sind wir uns später über den Weg gelaufen. Ich war überrascht, wie genau Jürgen meinen Weg verfolgt hat. Wann immer ich ihn sah - und wenn es auch nur kurz war - hatte er sein legendär-listiges Liminski-Lächeln für mich übrig, das so hintergründig, verschmitzt, aber auch voller warmherzigen Humor war. Obwohl ich es nicht wagen würde uns als "Freunde" oder sowas zu bezeichnen, weil wir uns dafür dann doch zu selten sahen, fand Dein Mann jedes Mal ein gutes Wort für mich, eine Aufmunterung, ein kurzes Schulterklopfen, ein "Lass dich nicht unterkriegen, mach weiter, Junge!".
Es macht mich stolz, dass wir beide noch gemeinsam an dem ein oder anderen Projekt mitwirken konnten, sei es bei der "Tagespost" oder beim "Grandios"-Magazin. Erst vor wenigen Wochen bin ich noch mit seinem Sohn Tobias (der dieses Liminski-Lächeln geerbt hat) im Auftrag von "Grandios" unterwegs gewesen. Ich weiß aber auch noch, wie wir bei diversen Redaktionstreffen oder sonstigen Feierlichkeiten zusammensaßen und bei einem kühlen Bier über die Zukunft der Kirche fachsimpelten. Immer auf Augenhöhe, immer ernsthaft interessiert an meiner Meinung - er, der schon "alles gesehen" hatte, zeigte tatsächlich auch Interesse an den Ansichten eines Grünschnabels. Solch eine Einstellung findet man im Haifischbecken Journalismus wirklich selten!
Liebe Martine, ich denke gerne daran, wie wir noch 2019 bei einer Hochzeitsfeier zusammenstanden, über die Hitze und den warmen Sekt jammerten und über das sprachen, was auf uns noch so alles zukommen möge. Wir haben sicher nicht daran gedacht, dass dies eines der letzten gemeinsamen Treffen sein würde.
Was in Erinnerung bleibt, ist der schonungslose Realismus, den Jürgen in Hinblick auf die Gegenwart hatte. Was auch bleibt, ist aber seine Gelassenheit, trotz der schlechten Aussichten. Bei allen schlechten Prognosen hat er doch nie vergessen, den Einen aus der Gleichung herauszulassen, der uns alle geschaffen hat. Daraus speiste sich seine Hoffnung wider alle Hoffnung.
Möge dieser Eine, der menschgewordene Gott, Dir nun besonders beistehen in der kommenden schweren Zeit! Mögest Du trotz der Einsamkeit, die dich hin und wieder überkommen mag, eines nie vergessen: Dass Du niemals alleine sein wirst.
Gottes Segen für Dich und Deine ganze Familie!
















